Die Borderline-Störung an sich lässt sich nicht medikamentös beeinflussen. Nur die Symptome lassen sich damit etwas lindern. Bei vielen jugendlichen Betroffenen hat sich die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT-A) bewährt. Sie setzt sich zusammen aus Einzel- und Gruppentherapie (Skillstraining, Achtsamkeitsgruppe und Körpertherapie) und bezieht Familienangehörige mit ein. Wie lange eine Therapie sinnvoll ist, entscheidet sich je nach Einzelfall. Kurzzeittherapien eignen sich nicht, doch Betroffene werden für ihr Durchhaltevermögen belohnt: schon nach einem Jahr Einzeltherapie plus Training der Fertigkeiten kann eine deutliche Stabilisierung und Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden.
Extreme Gefühlsschwankungen, das Gefühl anders zu sein als andere, Suizidgedanken und Selbstverachtung: Etwa fünf von hundert jungen Erwachsenen in Deutschland leiden an einer Borderline-Störung. So auch Anna E. (Name geändert) aus Freiburg. Heute erzählt sie uns von ihrer Geschichte, welche Therapie ihr geholfen hat und wie es ihr heute geht.