Spezifisch Belastungs-assoziierte Störungen
Veranstaltungsort
Online
Datum
Dienstag , 04. Juni 2025 von 17:00 bis 18:00 Uhr
Referent
Ärztlicher Direktor der Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg und Fachklinik Potsdam sowie Tageskliniken Berlin Kurfürstendamm und Potsdam
Teilnahme
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Teilnahmegebühren
keine
CME-Punkte
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Inhalt
Der Oberberg Expert Talk zum Thema „Spezifisch Belastungs-assoziierte Störungen“ behandelt eine Neukonzeption, die es in dieser Zusammensetzung in der ICD-10 noch nicht gab.
Gemeinsamer Nenner aller in diesem Kapitel aufgeführten Störungen ist, dass per Definition ein Trauma, Belastungsfaktor oder anderer Stressor vorgelegen haben muss. Die Diagnosekriterien für die „Posttraumatische Belastungsstörung“ (PTBS) wurden unter Beibehalt der 3 Symptomcluster gegenüber der ICD-10 reduziert, beim Traumakriterium wurde auf das individuelle Erleben der betroffenen Person fokussiert und das Zeitkriterium offener formuliert. Die „Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung“ ist als eine neue Kategorie hinzugekommen. Sie enthält alle Kernmerkmale der PTBS, ist jedoch zusätzlich durch Probleme in Affektregulation, Selbstbild und zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet. Die „Anhaltende Trauerstörung“ stellt ebenfalls eine neue Kategorie dar, aus der sich in Abgrenzung zu den Diagnosen Depression, PTBS oder Angststörung wichtige Behandlungsimplikationen ergeben. Die „Anpassungsstörung“ ist eindeutiger operationalisiert als in der ICD-10 und durch eine klare Symptombeschreibung definiert. Sie ist durch eine anhaltende Beschäftigung mit dem auslösenden Stressor oder seinen Folgen sowie einer fehlenden Adaptation gekennzeichnet.AQ4 Die beiden Störungen des Kindes- und Jugendalters, „Reaktive Bindungsstörung“ und „Störung der sozialen Bindung mit enthemmtem Verhalten“, wurden der neuen Kategorie hinzugefügt. Bei beiden Störungen werden die ätiologischen Faktoren nun Teil der Diagnosekriterien.
Im Anschluss an den Impulsvortrag laden wir Sie dazu ein, sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.