Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu unseren Kliniken für Essstörungen
Welche Essstörungen werden in Oberberg Kliniken behandelt?
Wir behandeln alle bekannten Formen von Essstörungen – also Magersucht, Bulimie und Binge-Eating – aber auch seltenere Bilder wie Orthorexie (zwanghafter Fokus auf "gesundes" Essen) oder extreme Selektivität beim Essen. Und weil viele Betroffene mehrere Symptome gleichzeitig oder im Laufe der Zeit unterschiedliche Störungen erleben, schauen wir immer auf den Menschen als Ganzes – nicht nur auf die Diagnose.
Sind die Behandlungen bei Essstörungen stationär oder ambulant?
Unser Schwerpunkt liegt auf der vollstationären Behandlung. Dieser geschützte Rahmen macht es leichter, wirklich loszulassen und sich voll auf die Therapie zu konzentrieren – fernab von alltäglichen Auslösern. Bei stärkeren Schweregraden, ausgeprägtem Untergewicht oder körperlichen Komplikationen ist eine rein ambulante Behandlung meist nicht ausreichend. Nach der stationären Phase bieten einige unserer Standorte auch tagesklinische Angebote an, die den Übergang in den Alltag begleiten. Ob und wo eine ambulante Weiterbehandlung sinnvoll ist, klären wir gemeinsam mit Ihnen.
Gibt es bei den Fachkliniken für Essstörungen spezielle Angebote für Jugendliche?
Ja – mehrere unserer Standorte sind auf Kinder- und Jugendpsychiatrie spezialisiert. Die Therapie dort unterscheidet sich deutlich von der für Erwachsene: Familie und Eltern werden aktiv einbezogen, zum Beispiel durch Familientherapie und Elterntraining. Außerdem stellen integrierte Klinikschulen sicher, dass der schulische Alltag während des Aufenthalts nicht auf der Strecke bleibt.
Wie läuft der Aufnahme-Prozess bei den Oberberg Kliniken für Essstörungen ab?
Der erste Schritt ist ein vertrauliches Telefongespräch mit unserem Patientenservice. Dort besprechen wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation – in Ruhe und ohne Druck. Danach bitten wir in der Regel um aktuelle Vorbefunde, um sicherzustellen, dass eine Behandlung in unserem psychosomatischen Umfeld medizinisch passt. Sobald das geklärt ist, kümmern wir uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.
Wie werden die Kosten für die Behandlung einer Essstörung übernommen?
Das hängt von Ihrer Versicherungssituation ab:
Privatversicherte und Beihilfeberechtigte können die Kosten direkt über ihre private Krankenversicherung bzw. die staatliche Beihilfe abrechnen – eine fachärztliche Bestätigung der medizinischen Notwendigkeit ist dafür erforderlich.
Gesetzlich Versicherte können über das Kostenerstattungsverfahren (§ 13 SGB V) einen Teil der Kosten zurückbekommen. Die Differenz zum Privatklinik-Tagessatz tragen Sie selbst.
Selbstzahler sind ebenfalls willkommen. Wir beraten Sie gerne zu den anfallenden Kosten.
Alle Details sowie Informationen zu Wahlleistungen finden Sie auf unserer Seite zur Kostenübernahme.
Wie sieht die Therapie bei Essstörungen in den Oberberg Kliniken konkret aus?
Unser Ansatz ist intensiv und individuell: Neben bis zu vier Einzeltherapiesitzungen pro Woche gibt es störungsspezifische Gruppenangebote. Mahlzeiten werden therapeutisch begleitet, ergänzt durch Ernährungsberatung und praktische Übungen in der Lehrküche. Da Essstörungen häufig mit Depressionen, Ängsten oder Traumata verbunden sind, behandeln wir Begleiterkrankungen von Anfang an mit. Ein gezieltes Bewegungsprogramm hilft zudem, die Körperwahrnehmung zu stärken und einen möglichen Zwang zur übermäßigen körperlichen Aktivität therapeutisch aufzuarbeiten.
Wie finde ich die passende Klinik für Essstörungen in der Nähe?
Das kommt ganz auf Ihre Situation an. Manchmal hilft räumliche Distanz zum gewohnten Umfeld – manchmal ist Nähe wichtiger, etwa für Angehörige oder die spätere Nachsorge. Unsere Kliniken sind deutschlandweit verteilt und gut erreichbar. Im ersten Gespräch helfen wir Ihnen, den Standort zu finden, der sowohl logistisch als auch fachlich am besten zu Ihnen passt.
Sind Smartphones für Patienten mit Essstörungen bei den Oberberg Kliniken erlaubt?
Ein generelles Verbot gibt es bei uns nicht. Aber unsere Ärzte und Therapeuten empfehlen einen bewussten Umgang mit digitalen Geräten – besonders weil Social Media bei Essstörungen oft problematische Vergleiche befeuert. In vielen Häusern ist die WLAN-Nutzung auf bestimmte Bereiche und Zeiten begrenzt, um echten Austausch in der Gruppe zu fördern. Ein freiwilliger "Digital Detox" kann dabei ein wichtiger Teil der Therapie sein.