Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu unseren Kliniken für Angststörungen
Welche Formen von Angststörungen werden in den Oberberg Kliniken behandelt?
Wir behandeln das gesamte Spektrum der Angststörungen: Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie, generalisierte Angststörungen, soziale Phobien und spezifische Phobien wie Höhenangst, Flugangst oder Tierphobie. Auch Zwangsstörungen, die häufig mit Angststörungen einhergehen, gehören zu unserem Behandlungsangebot. Für spezifische Phobien und die generalisierte Angststörung finden Sie auf unserer Website jeweils eigene Informationsseiten.
Was ist Konfrontationstherapie und wie hilft sie bei Angststörungen?
Die Konfrontationstherapie ist ein zentrales Element der kognitiven Verhaltenstherapie bei Angststörungen. Dabei werden Patienten — begleitet durch ihren Therapeuten — gezielt mit den Situationen oder Reizen konfrontiert, die ihre Angst auslösen. Das Ziel: zu erleben, dass die Angst von selbst nachlässt, wenn man in der Situation bleibt, anstatt zu fliehen. Dieser Prozess — in der Fachsprache „Habituation" genannt — ist eine der wirksamsten Methoden, um den Teufelskreis aus Angst und Vermeidung dauerhaft zu durchbrechen.
Können Angststörung und Depression gleichzeitig auftreten?
Ja — und das ist häufiger als viele denken. Bei rund der Hälfte aller diagnostizierten Angststörungen leiden die Patienten gleichzeitig unter einer Depression. Beide Erkrankungen können sich gegenseitig auslösen oder verstärken. In den Oberberg Kliniken werden beide Krankheitsbilder von Anfang an gemeinsam behandelt — denn eine isolierte Therapie nur einer der beiden Erkrankungen führt selten zum dauerhaften Erfolg.
Ambulant oder stationär: Wann ist eine Klinik bei Angststörungen sinnvoll?
Bei leichten Angststörungen kann eine ambulante Therapie ausreichen. Ein stationärer Aufenthalt ist dann sinnvoll, wenn die Angst das Leben stark einschränkt, Vermeidungsverhalten bereits ausgeprägt ist, Begleiterkrankungen wie Depressionen hinzukommen oder ambulante Therapieversuche nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Der geschützte Rahmen einer Privatklinik ermöglicht eine Therapiedichte und Kontinuität, die ambulant kaum erreichbar ist — und erleichtert gerade bei der Konfrontationstherapie den entscheidenden ersten Schritt.
Wie werden die Kosten für die Behandlung einer Angststörung in einer Privatklinik übernommen?
Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte ist die stationäre Behandlung in der Regel eine Regelleistung, sofern die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen ist. Da die Oberberg Kliniken als Akutkrankenhäuser nach § 107 SGB V anerkannt sind, entfällt häufig das aufwändige Antragsverfahren einer klassischen Reha. Alle Details finden Sie auf unserer Seite zur Kostenübernahme. Unser Patientenmanagement prüft die Kostenzusage gerne vorab.
Wie läuft die Aufnahme in eine Oberberg Klinik zur Behandlung einer Angststörung ab?
Der erste Schritt ist ein vertrauliches Gespräch mit unserem Patientenmanagement — telefonisch oder über unser Kontaktformular. Wir besprechen gemeinsam Ihre Situation, klären die geeignete Klinik und alle organisatorischen Fragen einschließlich der Kostenprüfung. Viele unserer Patienten haben lange gezögert, bevor sie diesen Schritt gewagt haben — und im Nachhinein bereut, nicht früher gekommen zu sein.