Wenn man jung ist, sollte man auf Partys gehen, sich verlieben und die eigenen Grenzen austesten. Man hat Zeit, sich und das Leben nicht allzu ernst zu nehmen und schließlich langsam Verantwortung für sich, das eigene Leben und auch andere zu übernehmen. Doch gerade in Umbruchphasen wie dem Berufseinstieg, im Studium oder im letzten Schuljahr sind junge Menschen besonders mit Unsicherheit und Zukunftsängsten konfrontiert – ältere Erwachsene, die bereits stabil im Leben stehen, haben meist schon mehr psychische Widerstandskraft aufgebaut, um solchen Belastungen zu begegnen.
Studie der Oberberg Stiftung „Schlaf- und Stressmonitor“
Schlafgesundheit und psychische Belastungen in Krisenzeiten untersuchen
Ständige Sorgen führen zu schlechtem Schlaf und im schlimmsten Fall sogar zu psychischen Erkrankungen. Um die Schlafgesundheit und das Stresslevel in der Bevölkerung in Krisenzeiten zu untersuchen, hat die Oberberg Stiftung eine Studie in Auftrag gegeben. Die Studie „Schlaf- und Stressmonitor“ wurde in regelmäßigen Abständen durchgeführt und kann so ein Bild von der Entwicklung der Belastung der Bevölkerung zeichnen.
Damit die Daten aussagekräftig sind, wurde eine möglichst hohe Repräsentativität der Befragung angestrebt. Dafür wurde darauf geachtet, dass die Anzahl von befragten Menschen verschiedener Altersgruppen, Einkommensgruppen, Geschlechter und Bundesländer der Verteilung in der deutschen Bevölkerung entsprach. So kann sichergestellt werden, dass die Umfrage ein Bild von der deutschen Gesamtbevölkerung zeichnen kann.
Junge Erwachsene schlafen schlechter als ältere Menschen
Ein zentrales Ergebnis der Studie „Schlaf- und Stressmonitor“ ist, dass junge Menschen besonders belastet sind. Das betrifft sowohl die Schlafqualität als auch das Stresslevel der Befragten. Auf der Grundlage von etablierten Schlaffragebögen wurde ein Wert über die mittlere Belastung durch Schlafprobleme gebildet. Ein höherer Wert bedeutet, dass die Betroffenen häufiger unter Schlafproblemen leiden.
Im Durchschnitt liegt der Wert von Befragten unter 30 mit 1,4 im Vergleich zu anderen Altersgruppen am höchsten. Dicht gefolgt von den Befragten zwischen 30 und 39 Jahren mit einem Wert von 1,2. Die älteren Erwachsene zwischen 60 und 90 Jahren lagen mit einem durchschnittlichen Score von 0,8 deutlich dahinter und leiden dementsprechend weniger häufig unter Schlafproblemen.
Nachts wach: Grübeln und Ängste bei Jugendlichen
Unter welchen Schlafproblem leiden junge Menschen am häufigsten? 37,3 % der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gaben an, nachts häufig oder sehr häufig aufgrund von Ängsten oder Grübeln nicht einschlafen zu können. Etwas weniger sind von zu frühem Aufwachen betroffen: 29,5 % der jungen Befragten gab an, frühmorgens aufzuwachen und 27,4 % berichteten davon, tagsüber häufig oder sehr häufig Probleme zu haben, wachzubleiben, weil sie müde sind.
Es zeigt sich das ca. ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren Schlafstörungen aufweist, die die Bewältigung des Alltags stark einschränken können.
Behandlung von Schlafstörungen bei den Oberberg Kliniken
Leiden Sie unter Schlafstörungen? Die gute Nachricht ist, dass einige Schlafstörungen schnell und erfolgreich behandelt werden können. Mit der Einhaltung von bestimmten Regeln im Alltag können leichte Schlafprobleme ohne Medikamente überwunden werden.