Reaktive Depression ist ein älterer beziehungsweise unscharfer Begriff für depressive Beschwerden, die nach einer deutlich belastenden Lebenssituation auftreten. Früher wurde damit besonders betont, dass ein äußerer Auslöser wie Verlust, Trennung oder eine andere starke Belastung erkennbar war. In der heutigen Diagnostik entscheidet jedoch nicht allein der Auslöser über die Diagnose. Abhängig von Art, Dauer und Schwere der Beschwerden kann beispielsweise eine Anpassungsstörung oder eine depressive Episode vorliegen. Deshalb sollte der Begriff nicht als eigenständige moderne Depressionsform verstanden werden. Eine fachliche Diagnostik berücksichtigt sowohl das belastende Ereignis als auch den gesamten Symptomverlauf. Mehr zur Einordnung finden Sie auf unserer Seite zur reaktiven Depression.