Die Interpersonelle Psychotherapie, kurz IPT, ist ein zeitlich strukturierter psychotherapeutischer Ansatz, der besonders für die Behandlung depressiver Erkrankungen entwickelt wurde. Sie konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen aktueller Stimmung und zwischenmenschlichen Beziehungen. Typische Themen können Trauer, Konflikte, Rollenveränderungen oder Schwierigkeiten beim Aufbau und Erhalt sozialer Beziehungen sein. Gemeinsam wird untersucht, welche aktuellen Beziehungssituationen mit den Beschwerden zusammenhängen und welche konkreten Veränderungen hilfreich sein können. IPT richtet den Blick damit weniger auf die gesamte Lebensgeschichte als auf gegenwärtige zwischenmenschliche Belastungen. Die Behandlung wird an Diagnose, Situation und individuelle Ziele angepasst.