4 CME
Wissenschaftliches Symposium zur Eröffnung der Oberberg Somnia Fachklinik Köln Herrig
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16. September 2026 | Beginn 16:00 Uhr
Referenten:
Herr Dr. med. Jaroslav Malevani
Chefarzt der Oberberg Somnia Fachklinik Köln Herrig
Frau Univ.-Prof. Dr. med. Eva Meisenzahl
Ärztliche Leiterin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Herr PD Dr. med. Milenko Kujovic
Leitender Oberarzt Allgemeine Psychiatrie 1, Ärztl. Leitung Neuropsychiatrie, Leiter des Zentrums für Hirnstimulation
Ort:
Oberberg Somnia Fachklinik Köln Herrig
Fliederweg 1, 50374 Erftstadt
16:00 – 16:15 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. med. Jaroslav Malevani
16:15 – 17:00 Uhr
Healing Architecture – wie Räume psychische Heilung unterstützen können
Dr. med. Jaroslav Malevani
17:00 – 17:45 Uhr
Neuromodulation bei Depressionen – moderne Hirnstimulationsverfahren in der klinischen Praxis
PD Dr. med. Milenko Kujovic
17:45 – 18:30 Uhr
Früherkennung depressiver Erkrankungen: Stand der Forschung und zukünftige Entwicklungen
Univ.-Prof. Dr. med. Eva Meisenzahl
18:30 – 18:40 Uhr
Lernerfolgskontrolle
ab 18:40 Uhr
Diskussion mit den Referenten und gemeinsamer Imbiss
Healing Architecture – Wie Räume psychische Heilung unterstützen können
Dr. med. Jaroslav Malevani
Wie beeinflusst die gebaute Umgebung psychische Gesundheit und therapeutische Prozesse? Der Vortrag beleuchtet das Konzept der Healing Architecture aus der Perspektive der Umweltpsychologie, Architekturpsychologie und aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und zeigt, welchen Beitrag Architektur, Tageslicht, Natur, Orientierung und Materialität zur Förderung von Heilungsprozessen leisten können. Anhand der neuen Oberberg Somnia Fachklinik Köln Herrig, die auf dem historischen Schöddershof in Erftstadt-Herrig entstanden ist, wird veranschaulicht, wie evidenzbasierte Erkenntnisse in ein modernes psychiatrisch-psychotherapeutisches Behandlungskonzept übersetzt wurden. Dabei werden die Verbindung von historischer Bausubstanz, nachhaltiger Architektur und therapeutischer Gestaltung ebenso thematisiert wie die Bedeutung von Würde, Sicherheit und Orientierung für Menschen in psychischen Krisen. Der Vortrag verbindet wissenschaftliche Evidenz mit den praktischen Erfahrungen aus einem sechsjährigen Planungs- und Entwicklungsprozess und lädt dazu ein, Architektur als integralen Bestandteil moderner psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung neu zu denken.
Neuromodulation bei Depressionen – moderne Hirnstimulationsverfahren in der klinischen Praxis
PD Dr. med. Milenko Kujovic
Die Behandlung depressiver Störungen stellt trotz erheblicher therapeutischer Fortschritte weiterhin eine große klinische Herausforderung dar. Insbesondere bei therapieresistenten Verläufen gewinnen neurostimulatorische Verfahren zunehmend an Relevanz und erweitern das therapeutische Spektrum moderner Depressionsbehandlung.
Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Hirnstimulation und vermittelt einen praxisorientierten Überblick über etablierte und innovative Verfahren. Vorgestellt werden unter anderem die Elektrokonvulsionstherapie (EKT), die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) sowie invasive Verfahren wie die Vagusnerv- und tiefe Hirnstimulation.
Neben neurobiologischen Grundlagen und klinischer Evidenz werden insbesondere patientenselektive Indikationsstellungen, praktische Durchführung und zukünftige Perspektiven der Neuromodulation diskutiert. Der Fokus liegt dabei auf der Integration moderner Stimulationsverfahren in individualisierte Behandlungskonzepte depressiver Erkrankungen.
Früherkennung depressiver Erkrankungen: Stand der Forschung und zukünftige Entwicklungen
Univ.-Prof. Dr. med. Eva Meisenzahl
Die Früherkennung depressiver Erkrankungen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sich Major Depressionen häufig über eine längere Prodromalphase entwickeln. Der Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Ansätze der Depressionsfrüherkennung. Dazu gehören Symptom-Screenings zur Erfassung bestehender depressiver Symptome, Risikomodelle zur Abschätzung individueller Erkrankungswahrscheinlichkeiten sowie die Entwicklung klinischer Hochrisikomodelle (CHR-D). Besonders vorgestellt wird das deutsche DEEP-Projekt zur Identifikation eines klinischen Hochrisikozustands für Depressionen. Die Kombination klinischer, psychosozialer, biologischer und digitaler Informationen eröffnet neue Perspektiven für personalisierte Prävention und eine frühzeitige Intervention vor Manifestation einer depressiven Episode.
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