Thema des Vortrags (2 CME-Punkte):
Therapie mit von digitaler Gewalt betroffenen Personen
Die Zunahme und Professionalisierung von digitalisierter Gewalt führen zu einem sichtlich steigenden Bedarf an fachkundiger Unterstützung für betroffene Personen. Der Vortrag beschäftigt sich daher mit den Besonderheiten, die in diesem Kontext in Beratung und Therapie von Gewaltbetroffenen zu beachten sind. Neben einem Überblick über die Gewaltphänomene und die häufigsten Problemfelder in diesem Bereich werden auch Spezifika in der Anamnese und Stabilisierung aufgezeigt, die vor “therapeutischen Fallen” schützen und nach Möglichkeit einer eigenen Hilflosigkeit als Behandler:in vorbeugen sollen. Dabei werden verschiedene Best-Practice-Strategien vorgestellt und an Praxisbeispielen illustriert. Im Anschluss können Teilnehmende Fragen stellen, um in einen konstruktiven kollegialen Austausch zu gehen.
Zur Referentin:
Dipl.-Psych. Dorothee Scholz ist psychologische Psychotherapeutin (VT Erwachsene) mit dem Schwerpunkt "Digitale Gewalt". Seit 2012 ist sie in diesem Rahmen als Dozentin für den (gesellschaftlichen und individuellen) Umgang mit Onlinehass, Verschwörungsgläubigkeit und Desinformation tätig und berät Institutionen wie den ÖRR, HateAid, Forschungseinrichtungen und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Ergänzend dazu bietet sie spezialisierte Psychotherapie für Personen an, die aufgrund ihrer politischen oder wissenschaftlichen Arbeit von gelenkten Hasskampagnen bzw. hybriden Gewaltlagen durch antidemokratische Gruppen betroffen sind.
Seit 2018 arbeitet sie - teilweise in Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD) - als Fortbildungsdozentin zu diesen Themen, z.B. für die DGVT oder die Psychotherapeutenkammer Berlin.