Die Systemische Therapie betrachtet psychische Beschwerden im Zusammenhang mit Beziehungen, Rollen und sozialen Systemen, in denen ein Mensch lebt. Dabei wird nicht nach einer einzelnen „schuldigen“ Person gesucht. Stattdessen richtet sich der Blick auf Wechselwirkungen, Kommunikationsmuster, vorhandene Ressourcen und mögliche Veränderungen. Je nach Situation können Partner, Angehörige oder andere wichtige Bezugspersonen in die Behandlung einbezogen werden, müssen es aber nicht. Systemische Therapie ist in Deutschland ein anerkanntes Psychotherapieverfahren. Die konkrete Behandlung orientiert sich an Diagnose, persönlichen Zielen und Lebenssituation und kann sowohl im Einzel- als auch im Mehrpersonensetting stattfinden.