Orthorexie beziehungsweise Orthorexia nervosa beschreibt eine übermäßige und rigide Beschäftigung mit „gesundem“ oder als besonders rein empfundenem Essen. Ernährungsregeln können immer strenger werden und zunehmend Zeit, Gedanken und Alltag bestimmen. Werden selbstgesetzte Regeln verletzt, können Schuldgefühle, Angst oder starke Anspannung entstehen. In ausgeprägten Fällen können soziale Einschränkungen, Mangelernährung oder eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität auftreten. Orthorexie ist bislang keine eigenständige Diagnose in den großen psychiatrischen Klassifikationssystemen; Definition und diagnostische Kriterien werden wissenschaftlich weiter diskutiert. Wichtig ist die Abgrenzung zu gesundheitsbewusster Ernährung sowie zu anerkannten Essstörungen und Zwangserkrankungen. Mehr zur Einordnung finden Sie auf unserer Seite zur Orthorexie.