Neurotische Depression ist eine ältere Bezeichnung, die heute in der psychiatrischen Diagnostik kaum noch verwendet wird. Gemeint waren meist länger anhaltende depressive Beschwerden mit gedrückter Stimmung, vermindertem Antrieb und Freudlosigkeit, die häufig weniger stark ausgeprägt waren als bei einer akuten schweren depressiven Episode. Solche chronischen depressiven Verläufe werden heute je nach Klassifikationssystem und genauer Symptomatik anders eingeordnet, zum Beispiel als Dysthymie beziehungsweise anhaltende depressive Störung. Der historische Begriff kann weiterhin in älteren Befunden oder Texten auftauchen. Entscheidend für eine aktuelle Diagnose sind Dauer, Schweregrad und Verlauf der Beschwerden. Mehr zur Einordnung finden Sie auf unserer Seite zur neurotischen Depression.