Bei der Ketamintherapie werden Ketamin oder verwandte Wirkstoffe unter medizinischer Kontrolle zur Behandlung bestimmter schwerer depressiver Erkrankungen eingesetzt. Sie kann insbesondere bei therapieresistenten Verläufen in Betracht kommen, wenn etablierte Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben. Ketamin wirkt über andere neurobiologische Mechanismen als klassische Antidepressiva und kann bei geeigneten Patienten vergleichsweise rasch depressive Symptome beeinflussen. Die Behandlung erfolgt nach sorgfältiger ärztlicher Indikationsstellung und Überwachung, da Nebenwirkungen und Gegenanzeigen berücksichtigt werden müssen. Ketamintherapie ist keine allgemeine Erstbehandlung einer Depression und wird in ein umfassendes psychiatrisch-psychotherapeutisches Behandlungskonzept eingebettet.