Bibliotherapie nutzt Bücher, Geschichten oder eigene Texte als begleitendes therapeutisches Mittel. Durch Lesen oder Schreiben können Menschen Erfahrungen, Gefühle und Konflikte aus einer anderen Perspektive betrachten und leichter Worte für das eigene Erleben finden. Je nach Ziel kommen fachlich ausgewählte Ratgeber, literarische Texte, Biografiearbeit oder kreatives Schreiben zum Einsatz. Bibliotherapie wird in der Regel nicht als alleinige Behandlung einer psychischen Erkrankung verstanden, sondern als Ergänzung innerhalb eines psychotherapeutischen oder psychosozialen Konzepts. Welche Texte und Aufgaben sinnvoll sind, hängt von der Person, dem Beschwerdebild und dem therapeutischen Ziel ab.